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Vereinschronik: Der Grundstein der Gründung wurde am 9. Juli 1952 gelegt. Auf Initiative des Herrn Adam Alles trafen sich interessierte Hundefreunde in der Gaststätte “Zur Windeck“ in Feudenheim, um den Hundeverein Mannheim-Feudenheim ins Leben zu rufen. Als Gäste waren anwesend der damalige 1. Vorsitzende des Hundevereins Mannheim 1 sowie der Präsident des Kreisverbandes für das Hundewesen Fritz Hess. Ein Mann der sich gerade in den Nachkriegsjahren für den Aufbau des Hundewesens besonders einsetzte und auch den Feudenheimern dazu verhalf, ihren Verein aufzubauen. Einig war man sich bei der Zusammenkunft über die Vereinsziele, alle Hundefreunde mit ihren Vierbeinern gleich welcher Rasse oder Nichtrasse, dem Verein zugänglich zu machen; eine Ausbildungsabteilung einzurichten, die dem Württembergischen Badischen Dressurverband (heute swhv) angeschlossen ist, um auch Schutzhundeprüfungen abhalten zu können. 19 Mitglieder traten bei der Gründungsversammlung spontan dem Verein bei. Dem unermüdlichen Einsatz der Sportsfreunde Fritz Hess und Adam Alles war es zu verdanken, dass über die Stadt Mannheim noch im Gründungsjahr das Gelände in Feudenheim am Neckarplatt mit ca. 6500 m2 angemietet werden konnte. Als Vereinsheim diente abwechselnd die Gaststätten “Zur Windeck“ und “Goldener Hirsch“ in Mannheim-Feudenheim. Für den jungen Verein stellte sich nun die Aufgabe praktisch aus dem Nichts das Gelände für die Vereinsarbeit herzurichten. Es fehlte damals natürlich an dem nötigen Geld, doch schaffte man unter kameradschaftlichem Geist, persönlichem Opfern und tatkräftiger Förderung innerhalb der nächsten 3 Jahre die Einfriedung des Vereinsgeländes sowie einen notdürftigen Schuppen für Unterkunft und Unterbringung der zur Ausbildung des Hundes notwendiger Geräte. Selbst ein Anzug für den Helfer wurde in Eigenarbeit angefertigt. Ohne die beispiellose Unterstützung der an der Gründung still beteiligter Mitglieder, wäre dies in so kurzer Zeit nicht möglich gewesen. Getragen wurde diese Eigeninitiative von der Tatsache, daß die Mitgliederzahl ständig wuchs und damit den Initiatoren und Gründern des Vereins die moralische Unterstützung zuteil werden ließ. So mutete man sich auch unter schwierigsten Bedingungen zu, den größeren Bau einer Barackenunterkunft und die Versorgung mit Brunnenwasser in Angriff zu nehmen, vergaß aber auch nicht, den Vierbeinern gleichzeitig 15 Boxen zum Schutz vor Regen, Hitze und zur Unterbringung während des Übungsbetriebes, zu errichten. Die organisatorischen Dinge durften naturgemäß nicht zu kurz kommen; am 18. April 1955 trat der Verein der Hundefreunde Mannheim-Feudenheim als Mitglied dem Württemberg Badischen Dressurverband, Kreisgruppe III bei. Darüber hinaus gab sich die Gemeinschaft am 25. März 1956 eine Satzung, nach der im großen Rahmen die Rechte und die Pflichten des neuen gegründeten Vereins niedergeschrieben wurde. Der Eintrag beim Registergericht Mannheim erfolgte kurze Zeit später am 27. Juli 1956, so das nunmehr die Interessengruppe als eingetragener Verein Rechtgrundlage besaß. 1957 war es dann soweit, das die einladende Sportanlage am Neckarkanal am 6. Oktober offiziell mit einem Schaukampf aller Gebrauchshunde eingeweiht und der VdH Feudenheim der breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht werden konnten. In Gegenwart zahlreicher Ehrengäste, befreundeter Vereine und unter der Schirmherrschaft des Kreisverbandes Fritz Hess wurde diese Veranstaltung für den noch jungen, aufstrebenden Verein zu einer eindrucksvollen, feierlichen und sportlichen Platzweihe, die deutlich machte, dass der Feudenheimer Hundeverein dort beheimatet ist. Als besondere Rahmeneinlage wurde dargeboten; “Simulierter Raubüberfall auf eine Bank – Festnahme der Täter mit Hilfe eines Schäferhundes und Boxers in Zusammenarbeit“. Trotz der damaligen finanziellen Nöten ließ es sich der Verein nicht nehmen, den Teilnehmern ansprechende Ehrenpreise zu übergeben. Wenige Tage später wurde auch erstmals auf dem Feudenheimer Vereinsterrain eine Schutzhundeprüfung in den Ausbildungsstufen I, II, und III. abgehalten, ein Ereignis, das den VdH in Wahrung seiner Zielsetzung mit besonderer Freude erfüllte. Allerdings waren die Feudenheimer Hundesportler zuvor noch müßig, bei den befreundeten Vereinen an Veranstaltungen teilzunehmen. Am 2. Mai 1954 stellte der VdH sein Vereinsgelände dem Boxerclub München, Ortgruppe Mannheim-Ludwigshafen für eine Zuchtveranlagungsprüfung zur Verfügung, zusätzlich fanden 1955 zwei Junghundeabnahmen statt. Die freundschaftliche Zusammenarbeit mit dem Boxerclub hielt auch in den Jahren an und Veranstaltungen dieses Clubs gehörten zur Feudenheimer Tradition. Besonders erwähnenswert erscheint uns, dass im Jahre 1956 der damalige Kreisgruppenvorsitzende der Kg. 3 des swhv, Herr Harro Reuter die Richteranwartschaft auf unserem Vereinsgelände mit Erfolg absolvierte. In den vergangenen und darauffolgenden Jahre war der Verein bestrebt, unterhalb seiner Mitglieder die zwischenmenschlichen Beziehungen und den Gemeinschaftssinn mit jeder sich bietenden Gelegenheit zu fördern. Schaukämpfe mit Ponyreiten, Ausbildungsvorführungen, andere schon zur Tradition gewordene gesellschaftliche Treffs wie Frühlings- und Sommerfest, oder die zum Ausklang eines jeden Jahres stattfindenden Winterfeier mit großer Tombola, trugen dazu bei, das Zugehörigkeitsgefühl zu festigen und dabei nette, unterhaltsame Stunden im Freundeskreis verbringen zu können. Nicht zuletzt brachten diese Veranstaltungen auch eine finanzielle Entlastung des Vereins mit sich, so daß zum 10 jährigen Bestehen im Jahre 1962 die große Barackenunterkunft (siehe Verein) endgültig fertiggestellt und weitere, notwendige Maßnahmen auf dem Platz vollzogen werden konnten. Doch blieben auch Querelen innerhalb des Vereins leider nicht aus. Die Vorstandschaft unterlag einem ständigen Wechsel bis Ende 1967 wo dann Albert Reinel das Amt des 1. Vorsitzenden übernahm und dies 28 Jahre ausübte. Erst durch seine Initiative, die Mithilfe seiner Familie und die hervorragende Zusammenhalt der Vorstandschaft über Jahre ließ den Verein einen respektablen Aufschwung erleben. Albert Reinel und das damalige Vorstandsmitglied Günter Göbel sowie die restlichen Vorstandsmitglieder, ermöglichten zum 25. Jubiläum einen in der Vereinsgeschichte einmalig gebliebenen Festakt im “Schlössel“ in Seckenheim. Weiter ist es hauptsächlich Albert Reinel und dem damaligen 2. Vorsitzenden Fred Braun sowie der Vorstandschaft und vielen emsigen Helfern und Mitgliedern zu verdanken, dass 1978 in der Spessartstrasse 140 am Neckarplatt, ein modernes und gemütliches Vereinsheim (siehe Verein) entstanden ist. Albert Reinel übergab dann 1996 aus Altersgründen im Alter von 70 Jahren sein Amt als 1. Vorsitzender an seinen Nachfolger Hans Fichtel. Albert Reinel ist heute noch als Ehrenvorsitzender im Verein tätig. Unter Hans Fichtel erlebte dann der Verein eine strukturelle Veränderung. Es wurde außer Leistungssport auch Sparten im Freizeitsport angeboten. Ausstellungen im größeren Umfang wurden ausgetragen und der Vorplatz vor dem Vereinsheim mit einer Pergola überdacht. Mitte 1997 übergab dann Hans Fichtel sein Amt an den bis Januar 2012 amtierenden 1. Vorsitzenden Siegfried Reinel. Er und der 2. Vorsitzende Günther Petrick übernahmen die Vereinsführung erst kommissarisch und dann 1999 durch die Mitgliederversammlung. Keine einfache Sache. Da zu dieser Zeit die Stadt Mannheim zuerst den Verein mit einer gewaltigen Pachterhöhungen finanziell, und dann im Jahre 2001 mit neuen Verordnungen stark belastete. Eine Verunsicherung der Hundebesitzer war die Folge aus den gesetzlichen Querelen. Dies bedeutete zunächst keine Neuzugänge von Mitgliedern und zusätzliche rückläufige Mitgliederzahlen. Seit Januar 2002 ist der Verein wieder im Aufwind und hat sich von den Tiefschlägen einigermaßen erholt. Gemeinsam schauen wir nun wieder optimistisch in die Zukunft. Nun folgend noch etwas für die Statistiker: Die Amtszeiten unserer Vorstände 1952 – 1954 Ludwig Reinhard 1955 – 1956 Wilhelm Wissenbach 1957 – 1959 Herbert Bimmler 1960 – 1963 Franz Bauer 1964 – 1967 Karl Kirschenlohr 1968 – 1996 Albert Reinel 1996 – 6/ 1997 Hans Fichtel 07/1997 - 01/2012 Siegfried Reinel seit 01/ 2012 Uwe Götzinger
Stand Ende Januar 2012
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